Vorwissenschaftliche Arbeit im Rahmen der Reifeprüfung (Schuljahr 2017/18)




















Amerikanische Propaganda im
Zweiten Weltkrieg






Verfasser:                                                                                                    Betreuer:
Raphael Bossniak                                                                                  Mag. J. K.











Wolkersdorf, am 2.1.2018










Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Wolkersdorf Feldgasse 9, 2120 Wolkersdorf im Weinviertel

Abstract


Diese vorwissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich damit, welche Rolle amerikanische Propaganda bei der Zerschlagung der Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg einnahm. Außerdem gibt diese Arbeit einen Einblick, wie Propagandaorganisationen, wie das OSS oder das OWI, entstanden und wie diese arbeiteten. Zusätzlich ist diese vorwissenschaftliche Arbeit ein Versuch zu zeigen, wie ein demokratisches Land Propaganda betreiben kann und welche Interessenskonflikte und Probleme mit dieser pluralistischen Regierungsform daraus entstehen können. Es wird auch beschrieben, wie mit Realitätsverzerrung und Appell an den Patriotismus die eigene Moral gestärkt wurde, während die Moral des Feindes mit subversiver Propaganda, wie Flugblättern und Radiosendungen, geschwächt werden sollte. Auch wird untersucht, inwiefern die US-amerikanische Propaganda rassistisch angereichert war und welche mögliche Auswirkung dies auf die Gesellschaft der USA gehabt haben könnte.

Während des Schreibens dieser Arbeit kam ich zur Erkenntnis, dass die US-amerikanische Propaganda sicherlich eine entscheidende Rolle für den Sieg der Alliierten gespielt hat, aber oft realitätsverzerrend und täuschend agierte, allerdings erreichte die Propaganda der USA aber nie die Ausmaße der Propaganda des Dritten Reiches, was Täuschung und die Fälschung von Ereignissen anbelangt.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Abstract
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
0. Definition von Propaganda
1. Überblick und Geschichte sämtlicher US- amerikanischer Propagandainstitutionen

1.1. Situation vor dem Zweiten Weltkrieg
1.1.1. Propaganda zur Zeit des ersten Weltkriegs
1.1.2. Lage in der Zwischenkriegszeit
1.2. OFF
1.3. COI
1.4. OSS
1.5. OWI
1.6. US-Army

2. Propaganda für das amerikanische Volk

2.1.Hollywood goes to war
2.1.1. Rolle der Dokumentarfilme
2.1.2. Der schwarze Soldat
2.2. Radiopropaganda
2.3. Plakatpropganda
2.4. Comics als Propaganda

3. Unterstützung und Ermutigung zum Widerstand

3.1. Der OSS MO Branch
3.1.1. „Neues Deutschland“: Widerstandszeitung unter falscher Flagge
3.1.2. „Soldatensender
3.1.2.a. Verwirrungsstiftung nach dem 20. Juli-Attentat
3.1.2.b. Die „Wiederbelebung“ General Ludwig Becks
3.2. Einsatz von Flugblättern im Feindgebiet
3.2.1. Methoden zur Flugblattverbreitung
3.2.1.1. Einzelnes Abwerfen
3.2.1.2. Abwurf mit den Bomben
3.2.1.3. Propagandaverbreitung über die Post
3.2.1.4. Flugblattbomben
3.2.2. Effektivität der Flugblätter
3.3. Weitere Verbreitungsarten von Propagandamaterial
3.3.1. Verbreitung per Hand
3.4. Propaganda der OWI im Feindgebiet
3.4.1 Alliierte Zeitungen in Feindeshänden
3.4.2. Propaganda für die Ostmark
3.4.2.1. Inhalt
3.4.2.2. Effektivität
3.5. Propaganda der ONI in feindlichen Gewässern
3.5.1. Commander Norden

4. Feinddarstellung

4.1. Die Deutschen
4.1.1. Hintergrund
4.1.2. Deutsche im Film
4.1.3. Deutsche in Printprodukten
4.1.3.1 Propagandaplakate
4.1.3.2. Comics
4.1.2. Fazit
4.2. Darstellung von Südosteuropäern: ein Beispiel
4.3. Die Japaner
4.3.1. Hintergrund
4.3.2. Filme
4.3.2.1. Dokumentarfilme
4.3.2.2. Animationsfilme
4.3.3 Japaner in Printprodukten
4.3.3.1. Propagandaplakate
4.3.3.2. Comics
4.3.2. Fazit

Resümee
5. Liste der Abkürzungen
6. Quellenangaben




Einleitung


In wartime, truth is so precious that she should always be attended by a bodyguard of lies“ - Winston Churchill (britischer Premier, 1874-1965)[1]

7. Dezember 1941. Japan griff überraschend den US-Marinestützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii an. 2403 Tote, 323 beschädigte Flugzeuge und 12 zerstörte Schiffe sind das Ergebnis für die USA. Dieses Ereignis brannte sich wie kein anderes in das kollektive Gedächtnis der US-Amerikaner. Die USA, die sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht militärisch in den laufenden Weltkrieg eingemischt hatten, erklärten Japan den Krieg. Am 11. Dezember folgte die Kriegserklärung Hitlerdeutschlands an die USA.

Innerhalb kürzester Zeit wurden Nachrichtendienste gebildet, deren Ziel es war, mit Propaganda die Kriegsbegeisterung und die Kampfmoral zu erhöhen und den Feind als Sadisten und Menschenfeind darzustellen. Allerdings nutzten diese Propagandainstitutionen immer wieder rassistische Darstellungen von Japanern und anderen Völkern zu Propagandazwecken.

Zuallererst werden in dieser VWA verschiedene Propagandaeinsätze der US-Regierung beschrieben und deren Effektivität beleuchtet. Schlussendlich wird noch untersucht, wie und wie oft rassistische und germanophobe Darstellungen in der US-Propaganda verwendet wurden und welchen Einfluss diese Darstellungen auf das Weltbild des durchschnittlichen US-Amerikaners hatten.

Diese vorwissenschaftliche Arbeit ist literaturgestützt und verwendet Bücher, die teilweise auf deklassifizierten OSS-(=Office of Strategic Services, Nachrichtendienst und Vorläufer der CIA) Akten basieren. Allerdings werden auch Bücher und Webseiten anderen Ursprungs verwendet. Zusätzlich werden auch historische Propagandaplakate und Filme verwendet und diese im historischen Kontext analysiert.

0. Definition von Propaganda

 Im Zuge dieser Arbeit wird Propaganda als für den Zweck und die Ziele der leitenden Regierung dienendes Instrument definiert. Die amerikanische Propaganda im Zweiten Weltkrieg lässt sich hauptsächlich mit dem Kampagnenverständnis von Propaganda nach Thymian Bussemer definieren:

Alle verfügbaren Mittel einer Partei oder Interessensgruppe [amerikanische Regierung, Anm. des Verfassers] werden für einen bestimmten Zeitraum auf ein klar definiertes Ziel [alliierter Sieg, Anm. des Verfassers] verwandt. Die Kampagne mit all ihren Facetten (…) wird als Manifestation von Propaganda begriffen und mit ihr gleichgesetzt[2]

Man muss bei der Definition von Propaganda zwischen Propaganda von totalitären Regimen und Propaganda demokratischer Systeme unterscheiden:

Propaganda wurde/wird also sowohl von Diktaturen als auch von Demokratien zur Steuerung der Willensbildung der Bevölkerung benutzt, wobei bei totalitären Regimen die Verbreitung einer totalitären Weltsicht im Vordergrund steht, bei der dem Regime alleinige Macht zukommt, wohingegen bei Demokratien die Meinungen auf einem Markt konkurrieren sollten, den es mittels gezielter Techniken zu beeinflussen gilt.[3]

Es sei noch angemerkt, dass manchmal die Grenzen zwischen Propaganda und zeitgenössischen Medien, wie Filmen, verschwimmen, da Autoren sehr oft nur Informationen von der US-amerikanischen Regierung erhielten, die folglich voreingenommen waren.
1. Überblick und Geschichte sämtlicher US- amerikanischer Propagandainstitutionen

1.1. Situation vor dem Zweiten Weltkrieg

1.1.1. Propaganda zur Zeit des Ersten Weltkriegs

Bis vor dem Ersten Weltkrieg gab es so gut wie keine Propaganda der amerikanischen Regierung für ihr Volk, als die USA aber in den Ersten Weltkrieg eintraten, wurde das CPI (Committee of Public Information) oder Creel-Komitee oder Creel Bureau, (benannt nach seinem Leiter George Creel) von Woodrow Wilson ins Leben gerufen.[4] [5]

Einerseits wurde versucht, der eigenen Bevölkerung zu erklären, warum die USA in den Krieg eintritt, andererseits wurden auch weiße (Anm.: Propaganda kann in zwei Kategorien geteilt werden: weiße Propaganda und schwarze. Bei weißer Propaganda wird angegeben, von wem diese stammt. Schwarze Propaganda soll meist subversiv wirken, darum wird ein falscher Verfasser angegeben) Propaganda-Flugzeitschriften für den Feind produziert. Nach dem Ende des Krieges wurde das Komitee aber wieder vollständig aufgelöst.[6] [7]

1.1.2. Lage in der Zwischenkriegszeit

Fortan wurden weitere Propagandaversuche der amerikanischen Regierung unterlassen. Unter der Bevölkerung wuchs ein großes Ressentiment gegenüber Propaganda. Propaganda war im amerikanischen Volk meist verpönt und galt als unamerikanisch und undemokratisch. Man meinte, geschickte britische Propaganda hätte Amerika in den fruchtlosen Ersten Weltkrieg gezogen.[8]

Kriegseintrittsgegner gab es viele: einerseits viele Nazi-Sympathisanten und Antisemiten, wie die Christian Front, die American Crusaders oder der German American Bund (der von Nazi-Deutschland aus unterstützt wurde), anderseits auch Sozialisten und Kommunisten, die dem imperialistischen Großbritannien skeptisch gegenüber standen. Zwar war die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung eindeutig antifaschistisch ausgerichtet, vor dem Angriff auf Pearl Harbor wäre ein Kriegseintritt vermutlich aber nicht möglich gewesen.[9]

1.2. OFF

Das OFF (Office of facts and figures) war ein erster Versuch von Präsident Franklin D. Roosevelt, ein Propagandabüro einzurichten. Vorsitzender war der Dichter Archibald McLeish. Dieses Büro wurde schließlich nach Pearl Harbor vom OWI abgelöst.[10] [11]

1.3. COI

Präsident Roosevelt hatte im November 1940 William Joseph Donovan nach Europa geschickt, damit dieser dort das British Psychological Warfare Department besuchen konnte. Nach einem positiven Bericht über diese britische Institution wurde Donovan von Roosevelt Juni 1941 zum Leiter des neu erschaffenen COI (offiziell: Office of the Coordinator of Information) berufen. Das COI unterstützte daraufhin mit allen aufbringbaren Mitteln die alliierten Kräfte und Regierungen.[12] [13]

Besondere Furcht der Amerikaner bestand zu diesem Zeitpunkt davor, dass, nachdem die Achsenmächte Großbritanniens Flotte beseitigt hätten, diese theoretisch einen möglichen Angriff auf Südamerika ausführen könnten.[14]

1.4. OSS

[In Kapitel 3. Unterstützung und Ermutigung zum Widerstand werden die Propagandaaktivitäten des OSS genauer umrissen]

Das COI wurde nach seiner Auflösung 1942 quasi unter dem neuen Namen OSS (Office of Strategic Services) neu gegründet. Der Republikaner Donovan, der schon eine große Rolle bei der Gründung und Führung des COI einnahm, leitete auch das OSS und drückte diesem seinen persönlichen, ideologischen Stempel auf. Die Propagandaaktivitäten des OSS während des Krieges beschränkten sich hauptsächlich auf das Gebiet der schwarzen Propaganda. Das OSS verfolgte teilweise seine Ziele mit moralisch fragwürdigen Mitteln (siehe 3.3.1.)[15] [16]

Das OSS war nicht auf seine Rolle als Propagandaverbreiter begrenzt, sondern ist auch als erster großer Geheimdienst der Vereinigten Staaten und als Vorläufer des CIA zu sehen. Das OSS wurde im September 1945, zirka 5 Monate nach Ende des Zweiten Weltkriegs, von Harry S. Truman, der nach dem frühzeitigen Tod Roosevelts Präsident wurde, aufgelöst. Truman wollte das SSU (Strategic Services Unit) als Nachfolger des OSS etablieren, was aber nicht gelang.

Schlussendlich wurde 2010 ein Großteil der Akten des OSS der Öffentlichkeit freigegeben, unter ihnen eine vollständige Personalliste, die die Recherche über das OSS erleichterten.[17] [18] [19]

1.5. OWI

Das OWI (Office of War Information) wurde am 13. Juni 1942 von Roosevelt gegründet. Anders als das OSS konzentrierte sich das OWI hauptsächlich auf weiße Propaganda und betrieb bis zu seiner Auflösung 1945 die offizielle Propaganda für die Vereinigten Staaten. Das OWI war somit für die

„regierungsamtliche Selbstdarstellung, das Erklären der US-Kriegspolitk und –ziele sowie für die Produktion und den Vertrieb von vielen weiteren kriegsbezogenen Informationen via Radio, Presse, Plakat und Film, die an die in- und ausländische Öffentlichkeit gerichtet waren, zuständig.“[20]

Ein Leitspruch der OWI war: „Wir werden Ihnen täglich die Wahrheit sagen“, man versuchte möglichst wahrheitsgetreu in Werken des OWI über den Krieg zu berichten und scheute auch nicht davor zurück, amerikanische Rückschläge zu thematisieren. Das OWI hatte weltweit ungefähr 10 000 Mitarbeiter und war in einen Domestic Branch (für Inlandspropaganda) und einen Overseas Branch (für Auslandspropaganda) unterteilt.[21] [22]

Das OWI hatte viele Konflikte mit anderen Organisationen: der amerikanische Kongress bezeichnete die Propaganda des OWI als „schmutzig“ und „unamerikanisch“, auch befürchtete er, dass das OWI Propaganda für die Demokratische Partei machen würde (vermutlich weil Roosevelt das OWI gegründet hatte) Das OWI stand öfters im Konflikt mit dem OSS, da sich ihre Zuständigkeitsfelder öfter überkreuzten und beide verschiedene ideologische Auffassungen hatten (das OWI war liberal, das OSS konservativ), was die wirksamste Propaganda wäre. Zusätzlich erachtete das militärische Oberkommando Propaganda als nutzlos und unmännlich.[23] [24]

1.6. US-Army

Die US-Armee war nach der Erklärung des Kriegseintritts hauptsächlich mit Aufrüstung beschäftigt und überließ die Propaganda dem OWI und dem OSS. Die zuerst von der US-Armee aufgestellten Militärabteilungen für psychologische Kriegsführung, PWB/G-2, Special Study Group und MID/G-2, brachten wenig Ergebnisse. Die professionellere First Combat Propaganda Company (FCPC) wurde daraufhin erschaffen, diese stand aber unter Kontrolle des OSS, was den hochrangigen Militärs missfiel. 1943 kam die FCPC wieder unter die volle Kontrolle der US-Army. Gegen Kriegsende hatte das US-Militär in Propagandafragen in Europa eine dominante Rolle.[25]
2. Propaganda für das amerikanische Volk

Vor dem Angriff auf Pearl Harbor war das amerikanische Volk sehr isolationistisch geprägt und es gab vermehrt Institutionen, die einen Kriegseintritt der USA um jeden Preis verhindern wollten. Eine der größten dieser Organisationen war das America First Committee, welchem vorgeworfen wurde, von Nazis unterwandert worden zu sein. Darum war es für die amerikanische Regierung nötig, ihr eigenes Volk mit gezielter propagandistischer Aufklärung über ihre Motivation in den Krieg einzutreten, zu informieren.[26]

2.1. Hollywood goes to war

Das amerikanische Volk verbrachte einen großen Teil seiner Freizeit im Kino und das Medium Film hatte einen großen Einfluss
auf die US-Amerikaner.
Darum wurde versucht, den Film als Propagandainstrument zu nutzen. Da viele Filmleute jüdische oder britische Wurzeln hatten, unterstützten sie den Kriegseinsatz der Regierung mit ihren Filmen. Einerseits enthielten folgend Filme oft nazifeindliche Botschaften, sie waren aber auch darauf bedacht, möglichst unterhaltsam zu sein.[27]

Der klassische Noir-Held und Slapstickcharakter wich immer mehr Royal Airforce-Piloten, amerikanischen
 Geheimagenten und tapferen Widerstandskämpfern, um Japanern und Nazis einen Strich durch die Rechnung zu machen. Dieser neue Trend im amerikanischen Kino kam nicht bei allen Bevölkerungsgruppen sonderlich gut an: So warf das isolationistische, großteils nazifreundliche “America First Committee“ den Machern von “Confessions of a Nazi Spy“ vor, antifaschistische Propaganda zu betreiben.[28]

Aufgrund der Opposition des amerikanischen Kongresses und Hollywoods gegenüber Propagandafilmen wurden nur relativ wenige für eine Aufführung in den USA gedreht. Die amerikanische Regierung finanzierte aber das United Newsreels, eine Serie von Wochenschauen über die Kriegsaktivitäten, die in verbündeten und neutralen Ländern, und teilweise mittels Fallschirm nach Deutschland geschmuggelt, aufgeführt wurden. Das Army-Navy Screen Magazine wurde produziert, um den eigenen Soldaten Informationen über den Kriegsfortschritt zu liefern.[29]

2.1.1. Rolle der Dokumentarfilme

Nach dem Kriegseintritt der USA stieg die Anzahl von Dokumentarfilmen in den USA. Diese wurden daraufhin meist aufklärerisch genutzt, um die Bevölkerung über das Kriegsgeschehen und den Aufstieg der NSDAP zu informieren. Sogar Winston Churchill, der die Wirksamkeit dieser Dokumentarfilme erkannte, verfügte persönlich, dass die Dokumentarreihe Why We Fight in englischen Kinos gezeigt werden sollte.[30]

2.1.2. Der schwarze Soldat

Der 1943 von der US-amerikanischen Regierung produzierte Film The Negro Soldier sollte Afro-Amerikaner einerseits dazu auffordern, sich für einen US-amerikanischen Sieg einzusetzen, und andererseits auch den Rassismus in den eigenen Reihen schmälern.[31]

Der OSS versuchte während der Kriegszeit eine bessere Darstellung der Afro-Amerikaner in Hollywood zu erzielen, scheiterte aber. [32]

2.2. Radiopropaganda

Der erste Einsatz von Rundfunk als Propaganda in den USA waren wohl die “Kamingespräche“ von Präsident Roosevelt. Die erste dieser Radiosendungen fand am 12.5.1933 statt, noch lange vor dem Kriegseintritt der USA. Damals halfen die “Kamingespräche“, den “New Deal“ Roosevelts, dem Konservative vorwarfen, kommunistisch unterwandert zu sein, im Volk populär zu machen. [33]

Nach dem Kriegseintritt der USA startete 1942 “This is War“ - Ziel war, sowohl die Bevölkerung aufzuklären als auch ihr den isolationistischen Geist auszutreiben. 20 Millionen US-Amerikaner hörten jeden Samstag diese Rundfunkserie. 1943 handelten 15 von 20 wöchentlichen Radioserien des NBC vom Krieg.[34]

In den Radioprogrammen wurde das amerikanische Volk aufgefordert, Fett zu sparen und Werkstoffe, wie Metalle, zu sparen. Das OWI startete einen Aufruf, dass Besitzer des Segelflugscheins A sich zur United States Air Force melden sollten, woraufhin sich 30 000 bei dieser freiwillig meldeten.[35]

2.3. Plakatpropaganda

Wenn auch von Film und Radio als propagandistische Waffe überschattet, war das Plakat ein wichtiges Mittel zur Mobilisierung der Amerikaner. Das OWI war sowohl für Erstellung und Vertrieb der Propagandaposter zuständig, aber auch andere Regierungsbehörden und Privatfirmen beteiligten sich an der Produktion. Im Gegensatz zu den amerikanischen Propaganda-Postern des Ersten Weltkriegs waren die Propagandaplakate des Zweiten Weltkriegs realistischer und lebensgetreuer.[36] [37]

Das Spektrum der aufgegriffenen Themen der Posterpropaganda war breit: einerseits wurde mit Slogans wie “Loose lips sink ships“  und “someone talked“ davor gewarnt, Militärgeheimnisse auszuplaudern, andererseits wurde auch dazu aufgefordert, Nahrungsmittel und natürliche Ressourcen zu sparen. Mit Slogans wie “KILLING TIME is KILLING MEN“ wurde dafür geworben, kürzere Arbeitspausen zu machen und effizienter zu produzieren. Ein Fokus der Propagandaposter lag auch darauf, die US-Amerikaner zu ermutigen, “war bonds“ (Kriegsanleihen) zu kaufen und neue Rekruten für das Heer anzuwerben.[38] [39]

Im Gegensatz zu den Propagandapostern des Ersten Weltkriegs zeigten die Plakate des Zweiten Weltkriegs Frauen in einer aktiveren Rolle und seltener in der Rolle des Opfers des Feindes. Propaganda sprach die Frauen direkt an, um sie zur Effizienzmaximierung in Rüstungsfabriken aufzufordern oder sie zum Beitritt in das WAC (Women Army Corps) zu bewegen.[40]

Relativ wenig aber wurden Afro-Amerikaner in den Propagandapostern angesprochen. Bis auf einige Ausnahmen, wie ein Poster mit dem Boxer Joe Louis, wurden farbige US-Amerikaner so gut wie nie in Propagandaplakaten adressiert.[41]

2.4. Comics als Propaganda

Comics waren in den 1930er Jahren ein beliebtes Medium, das, als ein amerikanischer Kriegseintritt näher rückte, immer mehr den Krieg behandelte. Viele Autoren dieser Comics waren jüdisch, viele waren aber auch Mitglieder des OWI oder des War Writer’s Board (eine Propagandainstitution unter der Kontrolle der US-Regierung). Die Verkaufszahlen von Comics stiegen während des Krieges beträchtlich, unter anderem aufgrund der Tatsache, dass ein großer Abnehmer dieser Comics die US-Army war, wo diese als Ablenkung für die Soldaten vom Kriegsgeschehen gedacht waren. Neben der glorifizierten Darstellung von Kampfhandlungen sowohl von amerikanischen Superhelden als auch von alliierten Soldaten, baten auch Comics direkt ihre Leser, Kriegsanleihen zu kaufen oder Fette zu sparen, und richteten sich auf öfters an Kinder, die auch helfen sollten, den Krieg zu gewinnen.[42] [43]

3. Unterstützung und Ermutigung zum Widerstand

3.1. Der OSS MO Branch

Nachdem der COI (Coordinator of Information) 1942 aufgelöst worden war, wurde das OSS (Office of Strategic Services) gegründet. Es stand unter dem Befehl von William „Wild Bill“ Joseph Donovan, dem ehemaligen Leiter des COI. Donovan war überzeugter Republikaner und Weltkriegsveteran. Der Befehl, der zur Auflösung des COI und der Entstehung des OSS führte, war bewusst vage gehalten. Die Aussage „plan and operate … special services“ fasste Donovan als Aufforderung auf, die von ihm sogenannten „morale operations“ (gemeint war meistens subversive, verdeckte Propaganda) auszuführen. Präsident Roosevelt war sich der Unbeliebtheit des OSS bei einigen Vertretern des Militärs und bei der Konkurrenzbehörde des OSS, dem OWI, bewusst. Franklin D. Roosevelt wollte so einen möglichen Skandal für die amerikanische Regierung verhindern, denn wenn die Bevölkerung über die Machenschaften des OSS erfahren sollte, würde man aufgrund des vagen Befehls die Verantwortung nicht auf die Regierung übertragen können und Donovan das Bauernopfer für die US-amerikanische Administration sein.[44] [45]

Als der Krieg ausbrach, hatte Donovan Zugriff auf einen Geldpool von 10 Millionen Dollar und ihm waren 600 Angestellte unterstellt. Personal wurde von Mitgliedern des ehemaligen COI bezogen. Donovan pflegte, wenn es um zusätzliches Personal ging, meist Menschen mit ähnlichen politischen Ansichten einzustellen, so wurde das OSS sehr homogen.[46] [47]

Kritik gegenüber dem OSS kam öfters von dessen Rivalen, dem OWI. Der OWI und Teile des Militärs sahen das OSS als unmoralisch an, da es ähnliche Taktiken wie die Nazis verwendete. Man meinte, dass solche Mittel nicht nötig für eine Demokratie seien, und sah eine Gefährdung des Bildes Amerikas im Ausland. Diese Feindlichkeit gegenüber dem OSS führte dazu, dass dieses keine abgefangenen Nachrichten von Japan und nur einen Teil von abgefangenen Nachrichten Deutschlands nutzen durfte. Donovan gab seinen Offizieren auch teilweise zu große Handlungsfreiheit und verteidigte ihre Handlungen oft, auch wenn sie unfruchtbar waren. Diese Laschheit, was das Bestrafen von Missverhalten anbelangt, führte auch dazu, dass Organisationsgelder hinterzogen wurden.[48] [49] [50] [51]

Das OSS teilte sich in zwei verschiedene Hauptzweige auf: Secret Intelligence (SI) und Research and Analysis and Foreign Nationalities (FN). Im Laufe des Krieges kamen noch Counterintelligence (X-2) und Censorship and Documents (CD) dazu. FN beschäftigte sich hauptsächlich mit psychologischer Kriegsführung. In der FN war das Morale Operations (MO) Branch eingegliedert, dieses hatte laut OSS die Funktion, „die Moral und die politische Einigkeit des Gegners durch psychologische Mittel zu attackieren“ („the morale and the political unity of the enemy through … psychological means[52] ) Das MO sollte im Laufe des Krieges einige subversive Propagandamissionen ausführen, um den Kampfwillen des Feindes zu schwächen, zu Revolten unter der Zivilbevölkerung aufzurufen und Misstrauen gegenüber den Regierenden zu streuen.[53]

Einige Propagandaaufträge des OSS werden folgend beschrieben:


3.1.1. „Das neue Deutschland“: Widerstandszeitung unter falscher Flagge

Das OSS druckte in Algier und, nachdem Italien in alliierte Hände gefallen war, auch in Rom und Caserta die Propagandazeitung „Das neue Deutschland“ (DND). Das OSS MO gab die Zeitung als die einer Untergrundgruppe in Deutschland aus und ließ die Zeitung an der Front im Westen und in Italien, Ungarn und Österreich verteilen. Die Tarnung hielt, nur einer der befragten 3000 POWs (POW=Prisoner Of War, dt. Kriegsgefangener) vermutete, dass „Das neue Deutschland“ eine Propagandazeitung der Alliierten sei. „Das neue Deutschland“ war so glaubhaft, dass sogar das OSS R&A, ein Zweig des OSS, diese für echt hielt. Die Wehrmacht warnte ihre Soldaten, dass man sie, wenn sie eine Ausgabe von „Das neue Deutschland“ bei sich führten, vor das Kriegsgericht stellen konnte.[54] [55]

Das DND forderte wiederholt zum Widerstand gegenüber den „Parteibonzen“ auf und rief dazu auf, sich dem Einsatz im „Volkssturm“ zu widersetzen. So endete der Oktoberappell der fiktiven Widerstandsbewegung mit den Worten: „Die Wahl wird jedem echten Deutschen leicht fallen. Volkssturm, ja...aber Volkssturm gegen die Partei!!![56]

3.1.2. „Soldatensender

Zusammen mit der britischen „Political Warfare Executive“ startete der OSS MO-Zweig im Jahr 1943 den „Soldatensender Calais“, der über Radio nazifeindliche Propaganda ausstrahlte. 1944 wurden sogar ein Orchester und ein Hollywood-Schriftsteller, aber auch die Schauspielerin Marlene Dietrich angeheuert. In der Folge wurden 312 Lieder für den Einsatz in der Radioübertragung erstellt.[57]

Sowohl Josef Goebbels als auch das „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“ und das „Oberkommando der Wehrmacht“ schätzten den „Soldatensender“ als Gefahr ein. Eine Untersuchung unter Kriegsgefangenen im Jahr 1944 ergab, dass 90 Prozent der Kriegsgefangenen regelmäßig den Sender hörten.[58]

3.1.2.a. Verwirrungsstiftung nach dem 20. Juli-Attentat

Nachdem das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 gescheitert war, veröffentlichte der „Soldatensender“ hunderte Namen von Personen, die angeblich am Attentat beteiligt waren. Man wollte damit einerseits wichtige Nazifunktionäre anschwärzen, andererseits auch die Gestapo beschäftigen. Diese schenkte dieser Veröffentlichung Beachtung und untersuchte die herausgegebenen Namen.[59]


3.1.2.b. Die „Wiederbelebung“ General Ludwig Becks

General Ludwig Beck war maßgeblich am Putschversuch des 20. Juli beteiligt. Der Regierungswechsel scheiterte aber bekanntlich und Beck wurde, nach zwei missglückten Selbstmordversuchen, erschossen.[60]
Unter dem Decknamen „Joker“ startete die OSS MO eine Operation, womit sie Ludwig Beck über den „Soldatensender“ wieder zum „Leben erweckten“. Beck, gesprochen von einem kriegsgefangenen Major, rief zum Widerstand gegenüber dem NS-Regime auf. In Nazi-Deutschland wurde die Nachricht kaum wahrgenommen, während sie von einigen alliierten Verbündeten für echt gehalten wurde. Diese Operation zeigt, dass der OSS bedenkenlos die Täuschung Verbündeter billigte, um seine Ziele zu verfolgen. Später aber scheiterten solche Pläne an den Briten. So blockierten die Briten Propagandaoperationen, bei welchen die Gefahr bestand, auch die eigene Bevölkerung zu täuschen.[61] [62]


3.2. Einsatz von Flugblättern im Feindgebiet

Nachdem die Alliierten großteils die Luftkontrolle über feindliches Gebiet errungen hatten, konnten sie Propaganda-Flugblätter über dem Feindgebiet abwerfen. Besonderes Augenmerk der Amerikaner galt hier hauptsächlich dem Deutschen Reich, wo wohl die meisten Flugblätter verwendet wurden. Allerdings wurde diese Taktik auch über Vichy-Frankreich und Japan genutzt. Der erste Abwurf von amerikanischer Flugblattpropaganda fand am 28.7.1943 statt.[63]

Die Propagandablätter versuchten meist, Misstrauen in die Kompetenz der Führungspersonen in Deutschland zu säen[64], und warfen diesen vor, unnötig deutsche Leben zu verschwenden[65]. Des Weiteren wird dargelegt, dass die USA mit Faschisten keinen Frieden schließen werden[66], und alle deutschen Soldaten werden zur Kapitulation aufgefordert[67].

3.2.1. Methoden zur Flugblattverbreitung
3.2.1.1. Einzelnes Abwerfen

Am Beginn der Flugblattabwürfe wurden die Flugblätter meist per Hand durch die „flare shutes“ (Öffnungen zum Abwurf von Leuchtbomben) von Bombern über dem Feindgebiet abgeworfen (1. in der Abbildung auf Seite 24).[68]

3.2.1.2. Abwurf mit den Bomben

Später ging man dazu über, die Flugblätter einfach neben den Bomben im Flieger zu platzieren und beide beim Öffnen der Luken abzuwerfen (2. in der Abbildung). Sowohl 1. und 2. waren relativ unkontrolliert und so wurden die Flugblätter oft von thermischen Winden und Windströmungen stark verweht.[69]

3.2.1.3. Propagandaverbreitung über die Post

In der Operation „Cornflakes“ warf der OSS MO-Zweig replizierte Postsäcke der deutschen Post, die mit Anti-Nazi-Propaganda gefüllt waren, über deutschem Hoheitsgebiet ab. Diese Postsäcke sollten für Überreste von zerstörten Postautos gehalten und so zu den örtlichen Poststellen zurückgebracht und mit der Post weiter zu den deutschen Haushalten verbreitet werden (3. in der Abbildung). Mit dieser Methode, so sollte sich nach Kriegsende herausstellen, gelangten viele Deutsche in den Besitz einer Ausgabe von „Das neue Deutschland“.[70]

3.2.1.4. Flugblattbomben

Die meisten oben genannten Varianten des Flugblattabwurfes stellten sich als nur mäßig effektiv heraus, deshalb wurden sie später weitaus weniger oft genutzt. Aus diesem Grund ging man zum Abwurf von Flugblattbomben über. Eine Flugbombe wird wie eine normale Explosivbombe abgeworfen, dank ihrem Zeitzünder gibt sie aber noch vor Auftreffen auf dem Boden, in einer Höhe von 300 Metern, ihre Ladung an Flugblättern frei, die dann zu Boden gleiten (4. In der Abbildung). Die Bomben konnten teilweise beachtliche Mengen an Flugblättern in sich tragen, die sogenannte „Monroe-Bombe“ (benannt nach ihrem Erfinder: James Monroe, Airforce-Hauptmann) enthielt rund 80.000 Flugblätter, und sie besaßen eine optimale Streudichte. Flugblattbomben streuten sehr dicht, so war der Abwurf aber nur über stark besiedelten Gebieten (Städten) nützlich. Zusätzlich hatten die Flugbomben das Problem, dass ein Teil der Zündsysteme nicht zuverlässig auslöste, dies führte dazu, dass die Flugblätter nicht verteilt wurden. Ab Mitte des Jahres 1944 wurden hauptsächlich nur noch mehr diese Flugblattbomben von den Amerikanern verwendet.[71] [72]

3.2.2. Effektivität der Flugblätter

Die Zahl der abgeworfenen Flugblätter über Feindgebiet ist beträchtlich: In den letzten Kriegsjahren wurden 7 Millionen Flugblätter wöchentlich über dem Gebiet der Achsenmächte abgeworfen, vor der Invasion Italiens wurden weitere 7 Millionen über Sizilien und später auch noch eine beträchtliche Anzahl über dem Festland Italiens abgeworfen.[73]

Eine zeitgenössische deutsche Quelle gibt an, dass Flugblätter im Dritten Reich mit mehr Interesse als lokale Zeitungen gelesen werden. Man hat errechnet, dass praktisch 2 amerikanische Flugblätter (und zusätzlich noch 2,5 britische Flugblätter) pro deutschem Staatsbürger abgeworfen wurden. Bei späteren Untersuchungen stellte sich aber heraus, dass die amerikanischen Flugblätter weitaus rarer als die britischen waren, da die Abwurftechniken der Briten fortgeschrittener war als die der US-Amerikaner. Später gaben 30 Prozent der Befragten bei einer Umfrage an, während des Krieges Flugblätter der alliierten Mächte gelesen zu haben. Die Kleinstädte, aus denen die befragten Personen stammten, waren nicht gezielt mit Flugblättern versorgt worden.[74]

Zuerst war der Besitz von feindlicher Luftpost im deutschen Reich nicht strafbar. 1944 wurde aber Besitz und Weiterverbreitung unter Strafe gestellt. Flugblätter sollten von der Gestapo und der Polizei gesammelt und entsorgt werden. Die Zivilbevölkerung wurde aufgefordert, beim Sammeln der Luftpost zu helfen.[75]

Angeblich waren besonders die Luftzeitungen ein häufig gelesenes Propagandamittel, da sie teilweise ankündigten, wo alliierte Bombardements stattfinden würden.[76]

3.3. Weitere Verbreitungsarten von Propagandamaterial

3.3.1. Verbreitung per Hand

Da durch Flugzeuge abgeworfenes Propagandamaterial leichter als Feindpropaganda erkannt werden konnte, benutzte das OSS rekrutierte deutsche Kriegsgefangene, um per Hand schwarze Propaganda verteilen zu lassen. Diese “Propagandabriefträger“ wurden schnellstmöglich ausgebildet und tarnten sich als Wehrmachtsoldaten, um wieder auf deutsches Territorium zu gelangen. Dort teilten diese gefälschte deutsche Zeitungen und sonstiges subversives Propagandamaterial aus. Der Einsatz von POWs zu eigenen Zwecken bricht grundsätzlich mit der Genfer Konvention als auch dem Regelwerk der US-Armee bezüglich Landkrieg.[77] [78]

3.4. Propaganda des OWI im Feindgebiet

Das OWI sah subversive Propaganda als konträr zu amerikanischen Tugenden und beschränkte sich darauf, seine Propaganda im Feindland sichtlich offiziell zu halten. Das OWI beteiligte sich an den Flugblattabwürfen, warf aber großteils nicht-subversive Propaganda oder Zeitungen, die klar als alliiertes Medium erkennbar waren, ab.[79] [80]

3.4.1 Alliierte Zeitungen für Feindeshände

Der „Sternenbanner“ war wohl eine der größten alliierten Zeitungen für feindliche Truppen. Ziel bei der Gestaltung des Blattes war es, möglichst faktenbasiert zu bleiben und so den durch Fehlinformationen der eigenen Regierung beeinflussten deutschen Soldaten sachliche Informationen über den Kriegsverlauf zu geben.[81]

Trotz relativer Realitätsnähe enthält der „Sternenbanner“ oft Beschreibungen von alliierter Militärstärke und von deutschen Kriegsgefangenen, die in ihrer Kriegsgefangenschaft nahezu luxuriös behandelt werden. Zusätzlich wird das militärische Versagen an verschiedenen Kriegsschauplätzen der Achsenmächte dargelegt und dem deutschen Soldaten vermittelt, nur eine Kapitulation seinerseits würde zu seinem Fortleben beitragen. Neben einigen eher martialischen Darstellungen US-amerikanischer Militärstärke waren die Redakteure bemüht, die Luftzeitung möglichst objektiv zu halten. Dies gipfelte allerdings öfters darin, dass für die Alliierten kontraproduktive Informationen in ihren Zeitungen landeten.[82]

Über dem besetzten Frankreich wurde „L’Amérique en Guerre“ (dt.: Amerika im Kampf) abgeworfen. Bis die Amerikaner, Briten, Exil-Franzosen und ihre Verbündeten am D-Day 6. Juni 1944 landeten, wurden wöchentlich 7 Millionen Exemplare dieser französischsprachigen Zeitung abgeworfen.[83]

3.4.2. Propaganda für die Ostmark

Das OWI begann während des Krieges zwischen Deutschland und Österreich zu unterscheiden. Fortan wurden für das besetzte Österreich einzelne Propagandastücke produziert. Ziel war es, die Österreicher zum Widerstand gegen das NS-Regime zu ermutigen und das Konzept eines österreichischen Staates und die österreichische Mentalität zu vertiefen. Eine Empfehlung und Begründung von John C. Wiley drückt eine Idee für ein spezielles Österreich-Komitee noch zu Zeiten des COI aus:[84]


The creation of broadcasts to Austria over shortwaves from the U.S. is very important and may have a great influence on the will to resist of the Austrian people:
-[…]
-Because the Austrians consider themselves as an occupied country and would consider it a grave insult, if they had to get their information over programs made for their oppressors;
[…]”[85]

Zu einer Erweiterung der deutschen Propaganda um eine österreich-zentrierte (Radio-)Propaganda kam es aber erst nach der Moskauer Deklaration 1943. 1944 wurden schon 3 Radiosendungen für die österreichische Zuhörerschaft produziert und die Bildung eines österreichischen Zweig des OWI mit Robert Bauer und Martin Fuchs in Führungsrollen wurde 1943 vollzogen. Bei dem Austrian Desk, wie der österreichische Zweig genannt wurde, waren besonders viele Exilösterreicher angestellt. Viele dieser Exilösterreicher stammten eigentlich aus verfeindeten politischen Lagern: so waren sowohl ehemalige Mitglieder der Vaterländischen Front als auch Sozialisten und Kommunisten angestellt.[86] [87]

3.4.2.1. Inhalt

Das OWI strahlte neben (großteils) wahrheitsgetreuen Nachrichten und nazi-feindlicher Musik auch satirische Beiträge, die an ein Kabarett erinnern, aus. Das Kabarett österreichischer Tradition wurde mittels Radiopropaganda in einem antifaschistischen Ton fortgeführt. [88]

Zuerst richtete sich die Propaganda hauptsächlich an Arbeiter im Umfeld Wiens, später wurde der Fokus aber auf Frauen, Bauern und Soldaten ausgeweitet. Das OWI propagierte in seinen Radiobeiträgen das Selbstbild des Österreichers als friedlicher, gemütlicher Mensch, der eigentlich aufgrund seiner Grundnatur nichts mit dem „militärischen Preußen“ (Metapher für die Nationalsozialisten) gemein hat. Man wollte aber nicht nur eine Abgrenzung zwischen Österreichern und Deutschen erzeugen, sondern auch die Österreicher lehren, den „Piefke“ zu hassen.[89]

3.4.2.2. Effektivität

Da der Stab des österreichischen Komitees mit einigen Juden besetzt war, konnte dort die NS-Propaganda gut eingreifen: die „verjudeten“ Radiosender wurden von Goebbels Propagandamaschinerie mit antisemitischen Parolen verunglimpft.[90]

Erschwerend kam noch dazu, dass die oft auf Betonung der „österreichischen Gemütlichkeit“ ausgelegte Propaganda nicht sonderlich stark zum öffentlichen Widerstand bewegte. Sprachlich war die österreichische Propaganda einfach zu passiv, um eine offene Revolte zu erzeugen.[91]

Auch sollte sich die Betonung des Austrian Desk auf die Gemütlichkeit des Österreichers später als nicht ganz unkontrovers herausstellen. So schrieb der österreichische Schriftsteller Alfred Polgar über die „Gemütlichkeit des Österreichers“:[92]

Zu ihren Schändlichkeiten, an den Juden verübt, mussten die österreichischen Nazi[s] nicht erst kommandiert werden; sie begingen sie aus blankem Spass [sic!] an der Sache, […], und zeigten schöpferische Phantasie in der Verschmelzung von Brutalität und Gemütlichkeit[93]


3.5. Propaganda des ONI in feindlichen Gewässern

Das Office of Naval Intelligence (ONI), Geheimdienst der US-Marine, setzte Radiopropaganda zur Beeinflussung deutscher Seeleute ein.[94]

3.5.1. Commander Norden

Diese wohl bedeutsamste Radiosendung des ONI richtete sich hauptsächlich an U-Boot-Besatzungsmitglieder und an Matrosen des deutschen Reiches. Ein Angestellter des ONI gab sich als Fregattenkapitän Robert L. Norden aus und versuchte die Moral der deutschen Seeleute zu schwächen. Bei diesem Projekt handelte es sich um eine Kooperation zwischen ONI und OWI.[95]



4. Feinddarstellung

Zu Kriegszeiten ist es meist nötig, den Feind in propagandistischen Darstellungen zu dämonisieren, ihn als etwas Unmenschliches darzustellen, um den eigenen Soldaten das Gefühl zu geben, dass diese keine “echten“ Menschen töten und so ihre Kriegstaten als gerechtfertigt ansehen. Dies zeigt sich zum Beispiel in Propaganda, wie der Darstellung des Kaiserreich-Deutschen als frauenmordenden Affen zur Zeit des ersten Weltkriegs.[96]

Allerdings befeuerten solche Propagandadarstellungen oft Repressionen gegen Minderheiten und die dem Feind in der Propaganda oft zugeschriebenen Eigenschaften, wie Hinterlist, Mordlust und Gewaltbereitschaft wurden von der Zivilbevölkerung des Öfteren auf sämtliche Vertreter der Feindnationalität übertragen. Außerdem wurden besonders bei der Darstellung von Nicht-Weißen oft rassistische Körpermerkmale verwendet.[97] (siehe Kapitel 4.2.)


4.1. Die Deutschen

4.1.1. Hintergrund

Nach der Versenkung der britischen RMS Lusitania (1915) durch ein deutsches U-Boot mit 128 US-Amerikanern unter den Opfern, dem Versuch der Achsenmächte, Mexiko während des Ersten Weltkriegs zu einem Angriff auf die Vereinigten Staaten zu provozieren, und dem amerikanischem Kriegseintritt in den Ersten Weltkrieg (beides 1917) kam es jeweils zu einer verstärkten anti-deutschen Stimmung in den Vereinigten Staaten. Propagandageschichten der alliierten Kräfte des Ersten Weltkriegs, wie die angebliche Kreuzigung eines kanadischen Soldaten durch Soldaten des Kaiserreichs[98], verstärkten diese Atmosphäre zusätzlich. Dies führte zu Repressionen gegenüber Deutsch-Amerikanern und teilweise auch zu Gewalttaten gegen diese.[99] Schon vor der Machtergreifung Hitlers waren viele Amerikaner deutschlandfeindlich gesinnt, versuchten aber trotz der hohen Landgewinne des Dritten Reiches sich aus dem Konflikt herauszuhalten. [100]

4.1.2. Deutsche im Film

Während des Krieges nutzte Hollywood seine große Reichweite, um gegen die Achsenmächte gerichtete Filme zu produzieren. Teilweise wurden diese Filme direkt von der US-amerikanischen Regierung in Auftrag gegeben, öfters wurden sie aber aus Patriotismus und aufgrund der Popularität von Filmen mit Kriegsthematik von Privatpersonen geschaffen. Viele Flüchtlinge und Emigranten aus dem deutschsprachigen Raum bekamen  in diesen Filmen Rollen als Darsteller der deutschen Bösewichte.[101]


Deutsche werden in den meisten amerikanischen Spielfilmen als zwielichtige Schurken dargestellt.  Deutsche Kriegsverbrechen, wie Vergewaltigungen und Massenerschießungen, und die Willkürherrschaft der Nazis werden oft dargestellt und thematisiert und diese dienen oft dazu, dem Helden eine stärkere Motivation zu geben, gegen die Nazis vorzugehen.[102]

Eine besondere Stelle nehmen hier Animationsfilme (wie zum Beispiel von Walt Disney) ein. Diese zerren die Nazis und Deutsche meist ins Lächerliche. Auch werden hier öfters Tiere zur Personifikation des Gegners genutzt, so wird der Nazi in The Thrifty Pig, eine Neuerzählung der Geschichte der drei kleinen Schweinchen, als Wolf dargestellt.[103] [104]

Relativ wenig wird in Spielfilmen der Rassismus unter Naziherrschaft thematisiert, vermutlich da man nicht den in den USA vorherrschenden Rassismus herausfordern wollte (Ausnahmen, siehe 2.2.2.) Von den Dokumentationen abgesehen kann man die meisten Hollywoodfilme über den Krieg und die Nazis als seichte Unterhaltungsfilme bezeichnen, die die Nazis meist als überzeichnete Bösewichte darstellen, aber selten die Gefahr von Totalitarismus und rassistischer Denkweise tiefgehend aufgreifen (Ausnahmen hier sind der Walt Disney Film Education of Death und der Kurzfilm Don‘t be a sucker). Zwar wird in manchen Dokumentationsfilmen auf germanophobe Ideen zurückgegriffen (siehe Why We Fight: Prelude to War by Frank Capra, TC 8:16), ein Großteil dieser Dokumentarfilme erweist sich aber sachlich, soweit es ihm als Propagandamittel möglich ist.

4.1.3. Deutsche in Printprodukten

4.1.3.1. Propagandaplakate

Die Darstellung Nazideutschlands in Propagandapostern war vielfältig: das Hakenkreuz wurde wiederholt auf Plakaten zerstört, sei es durch eine Brechzange[105], eine Bombe[106] oder durch die vereinten Kräfte der vier Alliierten[107]. Um an die größtenteils christliche Bevölkerung der USA zu appellieren, wurden des Öfteren Plakate entworfen, die die Nazis als Feind des christlichen Glaubens darstellen[108]. Hitler wird in der amerikanischen Plakatpropaganda entweder als mordlustiger Wahnsinniger[109] oder als lächerliche Witzfigur dargestellt[110].


4.1.3.2. Comics

Der Triumph über den deutschen Kriegsfeind war ein wichtiger Schlüsselfaktor in US-amerikanischen Comics: Superhelden wie Superman, Green Hornet, Batman und Captain America wurden dargestellt, wie sie Hitler und seine Verbündeten bekämpften und ihnen
symbolisch einen Schlag ins Gesicht versetzten. Wie für damalige Pulp-Fiction üblich, wurden oft Menschenexperimente der Nazis dargestellt. [111] [112]

4.1.2. Fazit

Trotz eines relativ hohen Grads an Ablehnung im US-amerikanischen Volk wurden die Deutschen als Nationalität relativ selten dämonisiert.  Die meiste amerikanische Propaganda bezieht sich auf die Führungspersonen der NSDAP und auf die NSDAP selbst und nicht auf die Deutschen im Generellen. Ideen der Germanophobie wie, dass die Deutschen ein genetisch veranlasstes blutrünstiges Volk sind, werden selten aufgegriffen.


4.2. Darstellung von Südosteuropäern: ein Beispiel


Die von dem OSS MO erstellte Flugblattserie „Wie lange noch?“ zeigt auf jedem Flugblatt eine Karikatur, die einen Missstand im deutschen Reich darstellen soll, und einen kurzen, überspitzten Text.[113]

Eines dieser Flugblätter zeigt eine Gruppe von Soldaten, die sich in einer Linie aufgestellt haben. Sie alle tragen zerschlissene Uniformen und stehen großteils gebückt da. Alle wirken ungepflegt und besitzen teilweise eine starke Gesichtsbehaarung. Neben der Karikatur steht: „Wie lange noch werden unsere Soldaten gezwungen werden, Seite an Seite mit dem Dreck Europas zu kämpfen?[114]

Bei den gezeigten Soldaten handelt es sich vermutlich großteils um karikaturhafte Darstellungen von Soldaten der Kriegsverbündeten Deutschlands auf dem Balkan (Rumänien, Jugoslawien, Bulgarien) Einerseits will der OSS OM-Branch hier eine Abwehrhaltung der deutschen Bevölkerung, in Bezug auf die Ablehnung slawischer Völker in der Rassenideologie des Dritten Reiches[115], gegenüber Deutschlands Verbündeten auf dem  Balkan hervorrufen. Andererseits will man auch die militärische Führung der Achsenmächte in Frage stellen, wenn sich diese mit dem „Dreck Europas“ einlassen. Hier ist aber eine diskriminierende Tendenz  zu erkennen, Südosteuropäer werden als schmutzig und zwielichtig dargestellt. Anstatt der deutschen Rassenpropaganda entgegenzuwirken, unterstützt der OSS MO diese mit diesem Propagandaplakat sogar noch.

4.3. Die Japaner

4.3.1. Hintergrund

Die Amerikaner empfanden den Angriff auf Pearl Harbor durch die japanische Luftwaffe als Verrat und großen Schlag gegen den amerikanischen Stolz und wollten dieses Ereignis rächen.  Aufgrund der Unwilligkeit der Japaner sich zu ergeben und dem Ruf der Amerikaner nach einem totalen Sieg gegen das imperialistische Japan entstand ein Kreislauf, wodurch die Kämpfe im Pazifikraum zu  den grausamsten des ganzen Krieges, geprägt von Ereignissen wie dem Todesmarch von Bataan und dem maßlosen Töten Verwundeter und Kriegsgefangener von beiden Seiten, wurden. Mottos wie “Kill Japs, kill Japs, kill more Japs“ wurden sogar von der Admiralität verbreitet. In den USA waren die Japaner sowohl vor dem Angriff auf Pearl Harbor als auch nachher verhasster als die Nazis.[116] [117] [118]


4.3.2. Filme

4.3.2.1. Dokumentarfilme

Wohl einer der wichtigsten Dokumentarfilme, was die Darstellung Japans anbelangt, war wohl Know Your Enemy – Japan, der zu der Why We Fight Reihe von Frank Capra gehörte. Dieser Film erschien am gleichen Tag, an dem Nagasaki mit einer Atombombe bombardiert wurde, und wurde 19 Tage darauf aus den Lichtspielhäusern wieder entfernt. Obwohl Know Your Enemy – Japan als Propagandawerkzeug nahezu nutzlos war, ermöglicht er einen Einblick in die propagandistischen Arbeiten der Filmemacher. Wie auch die anderen Dokumentationen Frank Capras nutzt dieser auch in Know Your Enemy – Japan häufig Material von feindlichen Filmen und Wochenschauen, zusätzlich wird auch noch Material aus alten Samurai-Filmen genutzt. Ein Schwerpunkt des Filmes liegt darauf, die Japaner als großes Kollektiv, ohne freien Willen, darzustellen und die japanische Kultur als inhärent schlecht und verräterisch darzustellen, so wird der Ehrenkodex des Bushidō als Kodex des Verrats und der Hinterlist uminterpretiert und mit dem Angriff auf Pearl Harbor in Verbindung gesetzt. John W. Dower schreibt in War Without Mercy über Know Your Enemy – Japan:[119]

Know Your Enemy—Japan was a potpourri of most of the English speaking world’s dominant clichés about the Japanese enemy. Excluding the crudest, most vulgar, and most blatantly racist[120]

4.3.2.2. Animationsfilme

Absurderweise tauchten die Japaner auch in Cartoons als Feindbild auf. So produzierte Warner Bros. mit Bugs Bunny Nips the Nips einen Kurzfilm, in dem sich Bugs Bunny gegen rassistische Karikaturen von Japanern zur Wehr setzen muss. Später produzierte Warner Bros. mit Tokio Jokio noch einen weiteren Cartoon, der die Japaner behandelte.[121]

4.3.3. Japaner in Printprodukten

4.3.3.1. Propagandaplakate

Auch Propagandaplakate griffen auf die rassistische Darstellung des Japaners mit Fangzähnen, spitzen Ohren und ähnlichen Merkmalen zurück. Beliebt war die Darstellung als Tier, so wurden Japaner als Schlangen, Ratten, Tintenfische und am
häufigsten als Affen auf Propagandapostern gezeigt. Auch war die Darstellung der Japaner als Vergewaltiger und
Mörder, mit einer toten, nackten Frau auf dem Rücken oder einem blutigen Dolch in der Hand, häufig. Ein besonderes Merkmal der Propagandaposter war der häufige Bezug auf Pearl Harbor, der Spruch „Remember Pearl Harbor“ wurde zum Leitspruch für den Kampf im Pazifik.[122] [123]

4.3.3.2. Comics

Das umgangssprachliche, abwertende Wort „jap“ für Japaner wird wiederholt in zeitgenössischen Comics verwendet. Japaner werden öfters in einem Großteil der US-amerikanischen Comics des Zweiten Weltkriegs als rassistische Karikaturen dargestellt, die Affen
gleichen.[124] [125]

Der japanische General Tōjō Hideki fungierte in US-Comics, ähnlich wie Hitler für die Deutschen, als Repräsentationsfigur für die Japaner. Tōjō  wird öfters karikaturhaft und rassistisch anmutend dargestellt und wie schon Hitler wird seine Figur meist stark ins Lächerliche verzerrt.[126]

4.3.2. Fazit

US-amerikanische Propaganda gegenüber Japan erweist sich großteils als äußerst rassistisch. Die Darstellung von Japanern als Tiere, wie Affen oder Ratten, war beliebt und rassistische Darstellungen der Japaner mit großen, hervorstehenden Zähnen und abstehenden Ohren waren üblich. Der abwertende Begriff „jap“ für Japaner wurde wiederholt in Propagandawerken verwendet. Japaner wurden als unmenschlich und unzivilisiert dargestellt, sie wurden propagandistisch dehumanisiert.[127]

Es ist schwer zu sagen, wie stark die US-amerikanische Propaganda die stark anti-japanische Stimmung beeinflusst hat. Rassistisch motivierte Angst vor der „yellow peril“ und vor Unterwanderung der US-amerikanischen Gesellschaft durch eine sogenannte „fünften Kolonne“ führte zu einer öffentlichen Paranoia, die dazu beitrug, dass nahezu die gesamte japanisch-amerikanische Bevölkerung in Lagern interniert wurde, während aber Deutsch- und Italo-Amerikaner unangetastet blieben. Propaganda wird vermutlich durchaus eine wichtige Rolle gespielt haben, diese Angst weiter zu schüren und zur Truppenmobilisation und dem Verkauf von Kriegsanleihen beizutragen. Die Wahrnehmung des japanischen Feindes als „Untermenschen“ machte das Töten dieses Feindes moralisch vertretbarer und leichter. Rassistische Überzeugungen, auch auf Seite der Japaner, führten dazu, dass im Pazifikkrieg oft auch Kriegsgefangene ermordet wurden. Auch hatte diese Dehumanisierung des Feindes wohl Einfluss auf den Abwurf von zwei Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, was zirka 199 000 Menschen das Leben kostete.[128] [129]

Resümee

Schlussendlich lässt sich über die Propagandaaktivitäten der USA sagen, dass diese zwar nicht längst an die Effektivität der Propaganda des Dritten Reiches heranreichten, aber durchaus keine unwichtige Rolle spielten. Besonders im Bereich der Truppenmobilisation und der Erhebung von Kriegsspenden scheint Propaganda eine wichtige Rolle gespielt zu haben. Wie effektiv die subversiven Propagandaversuche waren, ist fraglich, es gibt viele sich gegenseitig widersprechende Aussagen darüber, wie effektiv diese nun waren. Diverse Widerstandsgruppen wurden durch Schwarze Propaganda unterstützt und Täuschungsaktionen behinderten Gestapo und andere Institutionen Hitlerdeutschlands. Man kann aber durchaus mutmaßen, dass Propaganda in den letzten Kriegsmonaten einen gewissen Einfluss auf den Zerfall Nazideutschlands hatte und diesen womöglich auch beschleunigt hat. Es lässt sich mutmaßen, dass Propaganda die Effektivität der US-amerikanischen Truppen positiv beeinflusst hat und dass dies dazu geführt hat, dass der Krieg so zumindest um einige Tage früher endete als ohne den Einfluss der Propaganda.

Des Weiteren lässt sich erkennen, dass mit der US-Propaganda des Zweiten Weltkriegs der Grundstein für den folglich prominenten Geheimdienst CIA und die Fortführung US-amerikanischer Propagandaaktivitäten im Kalten Krieg gelegt wurde.

US-Amerikanische Propaganda hatte durchaus einen großen Einfluss auf die Brutalität und das Kampfgeschehen im Pazifik. Rassistisch konnotiertes Propagandamaterial führte neben anderen Faktoren zu von US-amerikanischen Soldaten begangenen Gräueltaten gegen den japanischen Kriegsgegner. Gräueltaten, die schließlich mit dem Abwurf von Atombomben auf zwei japanische Ballungszentren endeten.

5. Liste der Abkürzungen

  • CIA: Central Intelligence Agency

·        COI: Office of the Coordinator of Information

  • CPI: Committee of Public Information

  • DND: Das Neue Deutschland

  • FCPC: First Combat Propaganda Company

  • Gestapo: Geheime Staatspolizei

  • NSDAP: Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei

  • OFF: Office of Facts and Figures

·        ONI: Office of Naval Intelligence

·        OSS MO: c

  • OSS R&A: Office of Strategic Services: Research and Analysis Branch

·        OSS: Office of Strategic Services

·        OWI: United States Office of War Information

  • POW: Prisoner Of War

  • RAF: Royal Air Force

  • SSU: Strategic Services Unit

  • SS: Schutzstaffel

  • USA: United States of America

6. Quellenangaben


6.1 Literaturquellen


6.1.1  Bücher

Ø  Bussemer, Thymian, Propaganda: Konzepte und Theorien. Mit Einem Einführenden Vorwort von Peter Glotz, Wiesbaden, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2008

Ø  Cutler, Richard W., Counterspy. Memoirs of a Counterintelligence Officer in World War II and the Cold War, Washington D.C., Potomac Books, Inc., 2004

Ø  Dower, John D., War Without Mercy: Race & Power in the Pacific War, New York, Pantheon Books, 1987

Ø  Griffin, Sean, America on Film: Representing Race, Class, Gender, and Sexuality at the Movies, Chichester, Blackwell Pulishing, 2009

Ø  Heideking, Jürgen, Mauch, Christof, (Hg.), Geheimdienstkrieg gegen Deutschland: Subversion, Propaganda und politische Planungen des amerikanischen Geheimdienstes im Zweiten Weltkrieg, Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen, 1993

Ø  Karsten, Peter, Encyclopedia of War and American Society, New York, MTM Publishing, 2006

Ø  Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977

Ø  Kirchner, Klaus, Leaflets from the U.S. armies for German soldiers in Western Europe 1944-1945, Erlangen, Verlag D+C, 2006

Ø  Lachnit, Peter, Für Führer, Volk und Vaterland: Die Manipulation des dritten Reiches in der „Ostmark“, Norderstedt, Books on Demand GmbH., 2009

Ø  Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas, 1996

Ø  Manning, Martin J., Encyclopedia of Media and Propaganda in Wartime America, Santa Barbara, ABC-Clio, LLC, 2010

Ø  Manning, Martin J., Historical Dictionary of American Propaganda, Connecticut, Greenwood Press, 2004

Ø  Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993

Ø  Smith, Richard Harris, OSS: The Secret History of America's First Central Intelligence Agency, Conneticut, Lyons Press, 2005

Ø  Smith, William Thomas, Hollywood Report, Clark, Atlanta University, 1945

Ø  Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017



6.2  Internetquellen


6.2.1  Internetseiten


Ø  „Give us the tools and-“, https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/736x/03/6b/d2/036bd25b2b4f16c8d7b8e475c3dc9644--president-roosevelt-ww-history.jpg (zugegriffen am 13.08.2017)

Ø  A Critical Comparison Between Japanese and American
Propaganda during World War II., https://msu.edu/~navarro6/srop.html (zugegriffen am 17.9.2017)

Ø  COI came first, https://www.cia.gov/library/publications/intelligence-history/oss/art02.htm (zugegriffen am 17.4.2017)

Ø  COMIC BOOKS AND WORLD WAR II: BUYING INTO THE WAR,  https://historyrat.wordpress.com/2015/05/25/comic-books-and-world-war-ii-buying-into-the-war/ (zugegriffen am 21.08.2017)

Ø  Crucified Soldier - RMS Olympic - Somme Cavalry I OUT OF THE TRENCHES,  https://youtu.be/jMOPvdf5ETs (zugegriffen am 12.7.2017) TC 2:29

Ø  Das Who is Who berühmter US-Spione, http://www.sueddeutsche.de/politik/ehemaliger-us-geheimdienst-oss-das-who-is-who-beruehmter-us-spione-1.596125 (zugegriffen am 27.7.2017)

Ø   Destroy this mad brute-US Propaganda (Harry R. Hopps, 1917), https://en.wikipedia.org/wiki/Anti-German_sentiment#/media/File:Harry_R._Hopps,_Destroy_this_mad_brute_Enlist_-_U.S._Army,_03216u_edit.jpg (zugegriffen am 12.7.2017)

Ø  Don’t kid yourself, it’s up to you, STOP HIM! https://i.pinimg.com/736x/74/c0/54/74c0541de09ca950cf27f43f8d99492e--ww-propaganda-posters-classic-posters.jpg (zugegriffen am 13.08.2017)

Ø  Film exposes Allies' Pacific war atrocities, https://www.theguardian.com/world/2001/jun/03/humanities.highereducation (zugegriffen am 12.8.2017)

Ø  Generaloberst Ludwig Beck – Ein Soldatenleben zwischen Pflichterfüllung und Widerstand, http://www.militarypolice.de/2003/07/generaloberst-ludwig-beck-ein-soldatenleben-zwischen-pflichterfuellung-und-widerstand/ (zugegriffen am 9.4.2017)

Ø  How the USA’s Racist World War Two Propaganda Campaign Depicted the Japanese as Subhuman, http://madefrom.com/history/world-war-two/racist-usa-propaganda/ (zugegriffen am 17.9.2017)

Ø  Lynching Of Robert Prager Underlined Anti-German Sentiment During World War I, http://www.npr.org/2017/04/06/522903398/lynching-of-robert-prager-underlined-anti-german-sentiment-during-world-war-i (zugegriffen am 12.7.2017)

Ø  Marks the spot, https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/736x/c9/83/0a/c9830ae650b153d2813a88599b44c6b2--ww-propaganda-posters-wwii.jpg (zugegriffen am 13.08.2017)

Ø  More Production, http://c8.alamy.com/comp/DA9HPX/world-war-ii-second-world-war-world-war-war-poster-propagana-propaganda-DA9HPX.jpg (zugegriffen am 13.08.2017)
Propaganda during World War II., https://msu.edu/~navarro6/srop.html (zugegriffen am 17.9.2017)

Ø  Propaganda in American Comics of WWII, http://www.ufunk.net/en/insolite/propaganda-in-american-comics-of-wwii/ (zugegriffen am 13.08.2017)

Ø  Propaganda in American Comics of WWII, http://www.ufunk.net/en/insolite/propaganda-in-american-comics-of-wwii/ (zugegriffen am 13.08.2017)

Ø  Propaganda in American Comics of WWII, http://www.ufunk.net/en/insolite/propaganda-in-american-comics-of-wwii/ (zugegriffen am 30.8.2017)

Ø  The Goverment’s Office of Facts and Figures: An Oxymoron?, http://www.burtfolsom.com/?p=2204 (zugegriffen am 25.7.2017

Ø  This is the enemy, https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/736x/28/f0/de/28f0deb72167491ae850cc14be1e78c6--nazi-propaganda-american-war.jpg (zugegriffen am 13.08.2017)

Ø  This is the enemy, https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/736x/28/f0/de/28f0deb72167491ae850cc14be1e78c6--nazi-propaganda-american-war.jpg (zugegriffen am 13.08.2017)

Ø  Was ist Propaganda? http://www.rheton.sbg.ac.at/rheton/2007/04/christian-schwendinger-was-ist-propaganda/ (zugegriffen am 8.8.2017)


Ø  What Was OSS, https://www.cia.gov/library/publications/intelligence-history/oss/art03.htm (zugegriffen am 17.04.2017)

Ø  WikiLeaks: the end of Churchill's bodyguard of lies, https://www.theguardian.com/commentisfree/2010/jul/26/wikileaks-end-churchills-bodyguard-of-lies (Zugegriffen am 11.4.2017)


Ø  World War II remembered Japanese Americans: The War at Home Overview, http://teacher.scholastic.com/activities/wwii/ahf/mineta/background.htm (zugegriffen am 1.9.2017)


6.3  Film




Ø  Ford, Beebe, The Thrifty Pig, California, Walt Disney Productions, 1941

Ø  Kinney, Jack, Der Fuehrer's Face [sic!] (Film), California, Walt Disney Productions, 1943

Ø  Milestone, Lewis, Edge of darkness (dt. Aufstand in Trollness), Kalifornien, Warner Bros., 1943






[1]Zit. n. WikiLeaks: the end of Churchill's bodyguard of lies, https://www.theguardian.com/commentisfree/2010/jul/26/wikileaks-end-churchills-bodyguard-of-lies (zugegriffen am 11.4.2017)
[2] Bussemer, Thymian, Propaganda: Konzepte und Theorien. Mit Einem Einführenden Vorwort von Peter Glotz, Wiesbaden, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2008, S. 34
[4] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 139
[5] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S. 10
[6] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 139
[7] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S. 12
[8] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 139
[9] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 141-146
[10] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S. 12
[11] Vgl. The Goverment’s Office of Facts and Figures: An Oxymoron?, http://www.burtfolsom.com/?p=2204 (zugegriffen am 25.7.2017)
[12] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 144
[13] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S.12
[14] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 144
[15] Vgl. Smith, Richard Harris, OSS: The Secret History of America's First Central Intelligence Agency, Conneticut, Lyons Press, 2005, S. 2-5
[16] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 145
[17] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 145
[18] Vgl. Cutler, Richard W., Counterspy. Memoirs of a Counterintelligence Officer in World War II and the Cold War, Washington D.C., Potomac Books, Inc., 2004, 60f
[20] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 35
[21] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S. 12
[22] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 37f
[23] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S. 12f
[24] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 144f
[25] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 263-267
[26] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 142
[27] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 150-158
[28] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 150-158
[29] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 158
[30] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 152-158
[31] Vgl. Griffin, Sean, America on Film: Representing Race, Class, Gender, and Sexuality at the Movies, Chichester, Blackwell Publishing, 2009, S. 82
[32] Vgl. Smith, William Thomas, Hollywood Report, Clark, Atlanta University, 1945, S. 13
[33] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 147f
[34] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 148ff
[35] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 150
[36] Vgl. Karsten, Peter, Encyclopedia of War and American Society, New York, MTM Publishing, 2006, S. 668
[37] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 150
[38] Vgl. Karsten, Peter, Encyclopedia of War and American Society, New York, MTM Publishing, 2006, S. 668
[39] Vgl. Manning, Martin J., Encyclopedia of Media and Propaganda in Wartime America, Santa Barbara, ABC-Clio, LLC, 2010, S. 532
[40] Vgl. Karsten, Peter, Encyclopedia of War and American Society, New York, MTM Publishing, 2006, S. 668
[41] Vgl. Karsten, Peter, Encyclopedia of War and American Society, New York, MTM Publishing, 2006, S. 668
[42] [42] Vgl. Propaganda in American Comics of WWII, http://www.ufunk.net/en/insolite/propaganda-in-american-comics-of-wwii/ (zugegriffen am 13.08.2017)
[43] Vgl. COMIC BOOKS AND WORLD WAR II: BUYING INTO THE WAR,  https://historyrat.wordpress.com/2015/05/25/comic-books-and-world-war-ii-buying-into-the-war/ (zugegriffen am 21.08.2017)
[45] Vgl. Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas, 1996, S. 129f
[47] Vgl. Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas, 1996, S. 130ff
[48] Vgl. Smith, Richard Harris, OSS: The Secret History of America's First Central Intelligence Agency, Connecticut, Lyons Press, 2005, S. 2-5
[49] Vgl. Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas, 1996, S. 136f
[50] Vgl. Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas, 1996, S. 129
[52] Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas, S. 135
[53] Vgl. Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas, 1996, S. 133-136
[54]Vgl. Heideking, Jürgen, Mauch, Christof, (Hg.), Geheimdienstkrieg gegen Deutschland: Subversion, Propaganda und politische Planungen des amerikanischen Geheimdienstes im Zweiten Weltkrieg, Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen, 1993, 62f
[55]Vgl. Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas, 1996, S. 199f
[56]Vgl. Heideking, Jürgen, Mauch, Christof, (Hg.), Geheimdienstkrieg gegen Deutschland: Subversion, Propaganda und politische Planungen des amerikanischen Geheimdienstes im Zweiten Weltkrieg, Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen, 1993, S. 62f
[57]Vgl. Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas, 1996, S. 204f
[58]Vgl. Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas,  1996, S. 205
[59]Vgl. Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas, 1996, S. 205
[60]Vgl. Generaloberst Ludwig Beck – Ein Soldatenleben zwischen Pflichterfüllung und Widerstand, http://www.militarypolice.de/2003/07/generaloberst-ludwig-beck-ein-soldatenleben-zwischen-pflichterfuellung-und-widerstand/ (zugegriffen am 9.4.2017)
[61]Vgl. Heideking, Jürgen, Mauch, Christof, (Hg.), Geheimdienstkrieg gegen Deutschland: Subversion, Propaganda und politische Planungen des amerikanischen Geheimdienstes im Zweiten Weltkrieg, Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen, 1993, S. 64ff
[62]Vgl. Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas, 1996, 205f
[63] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S. 20
[64] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S. 174
[65] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S. 80
[66] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S. 87
[67] Vgl. Kirchner, Klaus, Leaflets from the U.S. armies for German soldiers in Western Europe 1944-1945, Erlangen, Verlag D+C, 2006, S. 156
[68] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S. 26
[69] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S. 26f
[70]Vgl. Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas, 1996, S. 202
[71] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S. 30
[72] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 146
[73] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 146f
[74] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S.26-41
[75] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S. 46-50
[76] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 147
[77] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 13f
[78] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 159f
[79] Vgl. Manning, Martin J., Historical Dictionary of American Propaganda, Connecticut, Greenwood Press, 2004, S. 119
[80] Vgl. Kirchner, Klaus, Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg: Flugblätter aus den USA 1943/44, Erlangen, Verlag D+C, 1977, S. 12ff
[81] Vgl. Manning, Martin J., Historical Dictionary of American Propaganda, Connecticut, Greenwood Press, 2004, S. 119
[82] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 147
[83] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S.147
[84] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 48f
[85] Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 48
[86] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 47f
[87] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 39-43
[88] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 50f
[89] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 50ff
[90] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 64
[91] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 66-70
[92] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 71
[93] Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 71
[94] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 61
[95] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 61
[97] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 163
[98] Vgl. Crucified Soldier - RMS Olympic - Somme Cavalry I OUT OF THE TRENCHES,  https://youtu.be/jMOPvdf5ETs (zugegriffen am 12.7.2017) TC 2:29
[99] Lynching Of Robert Prager Underlined Anti-German Sentiment During World War I, http://www.npr.org/2017/04/06/522903398/lynching-of-robert-prager-underlined-anti-german-sentiment-during-world-war-i (zugegriffen am 12.7.2017)
[100] Vgl. Traussnig, Florian, Geistiger Widerstand von aussen (sic!): Österreicher in US-Propagandainstitutionen im Zweiten Weltkrieg, Wien, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, 2017, S. 264
[101] Vgl. Rhodes, Anthony, Propaganda: Illustrierte Geschichte der Propaganda im 2. Weltkrieg, Stuttgart, Parkland Verlag, 1993, S. 152
[102] Vgl. Milestone, Lewis, Edge of darkness (dt. Aufstand in Trollness), Kalifornien, Warner Bros., 1943
[103] Vgl. Kinney, Jack, Der Fuehrer's Face [sic!] (Film), California, Walt Disney Productions, 1943
[104] Vgl. Ford, Beebe, The Thrifty Pig, California, Walt Disney Productions, 1941
[109] Vgl. Don’t kid yourself, it’s up to you, STOP HIM!, https://i.pinimg.com/736x/74/c0/54/74c0541de09ca950cf27f43f8d99492e--ww-propaganda-posters-classic-posters.jpg (zugegriffen am 13.08.2017)
[111] Vgl. COMIC BOOKS AND WORLD WAR II: BUYING INTO THE WAR, https://historyrat.wordpress.com/2015/05/25/comic-books-and-world-war-ii-buying-into-the-war/ (zugegriffen am 13.08.2017)
[112] Vgl. Propaganda in American Comics of WWII, http://www.ufunk.net/en/insolite/propaganda-in-american-comics-of-wwii/ (zugegriffen am 13.08.2017)
[113] Vgl. Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas, 1996, S. 194
[114] Vgl. Laurie, Clayton David, The propaganda warriors: America's crusade against Nazi Germany, Lawrence, University Press of Kansas, 1996, S. 194f
[115] Vgl. Lachnit, Peter, Für Führer, Volk und Vaterland: Die Manipulation des dritten Reiches in der „Ostmark“, Norderstedt, Books on Demand GmbH., 2009, S. 73
[116] Vgl. Film exposes Allies' Pacific war atrocities, https://www.theguardian.com/world/2001/jun/03/humanities.highereducation (zugegriffen am 12.8.2017)
[117] Vgl. Dower, John D., War Without Mercy: Race & Power in the Pacific War, New York, Pantheon Books, 1987, S. 35f
[118] Vgl. Dower, John D., War Without Mercy: Race & Power in the Pacific War, New York, Pantheon Books, 1987, S. 8
[119] Vgl. Dower, John D., War Without Mercy: Race & Power in the Pacific War, New York, Pantheon Books, 1987, S. 18-25
[120] Vgl. Dower, John D., War Without Mercy: Race & Power in the Pacific War, New York, Pantheon Books, 1987, S. 20
[121] Vgl. Dower, John D., War Without Mercy: Race & Power in the Pacific War, New York, Pantheon Books, 1987, S. 84
[122] Vgl. A Critical Comparison Between Japanese and American
Propaganda during World War II., https://msu.edu/~navarro6/srop.html (zugegriffen am 17.9.2017)
[123] Vgl. How the USA’s Racist World War Two Propaganda Campaign Depicted the Japanese as Subhuman, http://madefrom.com/history/world-war-two/racist-usa-propaganda/ (zugegriffen am 17.9.2017)
[124] Vgl. Propaganda in American Comics of WWII, http://www.ufunk.net/en/insolite/propaganda-in-american-comics-of-wwii/ (zugegriffen am 30.8.2017)
[125] Vgl. Fussell, Paul, Wartime: Understanding and Behavior in the Second World War, New York, Oxford University Press, 1989, 117ff
[126] Vgl. Propaganda in American Comics of WWII, http://www.ufunk.net/en/insolite/propaganda-in-american-comics-of-wwii/ (zugegriffen am 30.8.2017)
[127] Vgl. A Critical Comparison Between Japanese and American
Propaganda during World War II., https://msu.edu/~navarro6/srop.html (zugegriffen am 31.08.2017)
[128] Vgl. World War II remembered Japanese Americans: The War at Home Overview, http://teacher.scholastic.com/activities/wwii/ahf/mineta/background.htm (zugegriffen am 1.9.2017)
[129] [129] Vgl. Dower, John D., War Without Mercy: Race & Power in the Pacific War, New York, Pantheon Books, 1987, S. 8

Kommentare